Kronprinzenappartement interaktiv

Kronprinzenappartement interaktiv

Dr. Christoph Bazelt, Präsident des BDA, mit Zoltán Bálo und Günter Fuhrmann.

Das Bundesdenkmalamt (BDA) ist nicht nur verantwortlich für die Bewahrung des kulturellen Erbes in Österreich, es residiert selbst in geschichtsträchtigen Räumen in der Hofburg. Hier lebten einst Kaiser Franz I. und Kronprinz Rudolf, dessen einstiges Speisezimmer, der Ahnensaal, dient nun als Repräsentationsraum des Denkmalschutz.

Doch das BDA ist keine rückwärtsgewandte Institution. Neben dem Bewahren von Denkmälern rückt immer mehr die Vermittlung ihrer Bedeutung in den Vordergrund. Seit vielen Jahren lädt der „Tag des Denkmals“ Besucher in sonst nicht zugängliche architektonische Schätze des Landes. Nun startet eine neue Initiative, die neue Medien zur Vermittlung des historischen und kulturellen Erbes nutzten wird. 

Mitte Oktober wird ein Pilotprojekt von BDA und Cantat Heritage & Innovation vorgestellt. Ein interaktiver Online-Guide für Smartphones führt durch die Räumlichkeiten des einstigen Appartements von Kronprinz Rudolf, die heute vom BDA als Büros genutzt werden. 

Besuch bei Zar Simeon

Besuch bei Zar Simeon

Simeon II. von Bulgarien blickt auf ein einzigartiges Leben zurück. 1937 als bulgarischer Kronprinz geboren folgte er mit nur 6 Jahren seinem früh verstorbenen Vater auf dem Zarenthron nach. Die politischen Umbrüche nach der Machtübernahme der Kommunisten zwangen den 8-jährigen Simeon mit seiner Familie 1946 sein Heimatland zu verlassen. Nach Jahrzehnten im spanischen Exil kehrte er in den 1990er Jahren nach Bulgarien zurück und wurde 2001 zum Ministerpräsidenten des Landes gewählt.

Heute lebt Zar Simeon meist im Vrana-Palast vor den Toren Sofias. Dort durfte das Team von Cantat den Monarchen besuchen. Schon im September 2018 interviewte Günter Fuhrmann den bulgarischen König für die Doku-Reihe „Habsburgs Adel“. Nun wurde ein zweiter Teil aufgenommen und auch Prinzessin Marie Luise, die ältere Schwester des Zaren, stand für Fragen zur Verfügung.

Doch Günter Fuhrmann war nicht allein nach Sofia gereist, seine Kollegen Zoltán Bálo und Simon Buchta waren dabei – denn selten kann europäische Geschichte so hautnah erlebt werden wie im Gespräch mit einer Persönlichkeit wie Zar Simeon II.

Schloss Jedenspeigen eröffnet

Schloss Jedenspeigen eröffnet

Eröffnung der neuen Ausstellung „Schlacht und Schicksal“ auf Schloss Jedenspeigen am 18. Mai 2019

„Immer wenn ein Habsburger in Jedenspeigen ist, passiert in Österreich Entscheidendes“. Mit diesen Worten schloss der niederösterreichische Landtagspräsident Karl Wilfing seine Eröffnungsrede im Hof von Schloss Jedenspeigen. Er bezog sich zwar auf die tagespolitischen Ereignisse des 18. Mai, doch spannte er damit einen Bogen ins Jahr 1278. Am 26. August fand in Sichtweite des Schlosses die größte Ritterschlacht des 13. Jahrhunderts statt. Der böhmische König Ottokar Przemyls kämpfte gegen König Rudolf von Habsburg um die Herrschaft in Österreich. Mit Hilfe seiner ungarischen Verbündeten errang Rudolf den Sieg, das Haus Habsburg wurde an der Donau heimisch, eine neue Ära in der Geschichte Mitteleuropas konnte beginnen.


Als Vertreter des Hauses Habsburg war Erzherzog Georg gekommen. Er hob in seiner Rede die Bedeutung der Ereignisse von 1278 für die Familie hervor, vor allem die kluge Politik des Sieges Rudolf von Habsburg. Dieser setzte nach der Schlacht auf Versöhnung und verheiratete seine Tochter Guta mit dem Sohn und Erben des bei Jedenspeigen umgekommenen Böhmenkönigs.


Mitteleuropa war das große Thema der Eröffnungsreden die simultan auch ins Slowakische übersetzt wurden. Die Renovierung und Neugestaltung von Schloss Jedenspeigen war nur durch ein INTERREG Projekt mit Gemeinden in der Westslowakei möglich. Gemeinsam mit dem Kleinkarpatischen Museum in Pezinok wurde eine Sonderausstellung vorbereitet, die sich der Weinkellerarchitektur Mitteleuropas widmet.
Neben Erzherzog Georg sprachen Bürgermeister Alfred Kridlo, der slowakische Botschafter Peter Misik, die Abgeordnete zum Selbstverwaltungskreis Bratislava Zuzana Schwartzova und Landtagspräsident Karl Wilfing


Die Ausstellung „Schlacht und Schicksal“ wurde von Günter Fuhrmann kuratiert. In seiner Vorstellung wies er sowohl auf die mitteleuropäische Ausrichtung der Ausstellung hin wie auch den Einsatz moderner Medien, entwickelt von Cantat Heritage & Innovation. Durch Projektion beginnen Büsten der Könige sich zu unterhalten, in einem Multimedia-Raum kann auf einer U-förmigen, 2 Meter hohen und 10 Meter langen Leinwand in einer 5-minütigen Installation die Schlacht miterlebt werden.

An diesem Samstag wurde auch die neue Schlossvinothek eröffnet. Jedenspeigen ist seit vielen Jahren für einen ganz besonderen Wein berühmt, auf den Weingärten, die am historischen Schlachtfeld wachsen, wird ein „Habsburg-Wein“ gekeltert. Werner Zirnsack, Obmann des Weinbauvereins, beschrieb diesen Wein „als mit den gleichen Eigenschaften wie das Haus Habsburg ausgestattet: Langlebigkeit und Kraft“. Darauf bezog sich auch Erzherzog Georg in seiner Ansprache: „noch nie zuvor sei seine Familie in einer Flasche Wein abgebildet worden.“

Die Ausstellung ist jeden Samstag von 12.00 bis 17.00 und jeden Sonn- und Feiertag von 10.00 bis 17.00 zu besuchen.

www.jedenspeigen.at

Eine Ausstellung entsteht…Multimedia

Eine Ausstellung entsteht…Multimedia

Ein Projekt, das spielend entsteht.

Wir arbeiten derzeit an einem Projekt, das der – aus ungarischer Sicht zweiten – Schlacht auf dem Marchfeld gewidmet ist. Die erste fand 1260 zwischen Ottokar II. Przemysl und König Bela IV. statt, bei diesem Projekt geht es jedoch um die Schlacht bei Jedenspeigen und Dürnkrut 1278.

Da ich ja selbst Ungar bin, war ich fasziniert, welch große Rolle der ungarischen Truppen unter König Laszlo IV. an diesem historischen Ereignis gespielt haben. Als mir die Aufgabe übertragen wurde, die multimediale Darstellung der Schlacht zu managen, dachte ich noch es wäre ein Leichtes – zum einen hatte ich wissenschaftliches Know-How, zum anderen Videokünstler an meiner Seite. Ein etwas naiver Ansatz…

Schlachtraum

Unsere Vision war es, im Schloss Jedenspeigen einen ganzen Raum mit einer multimedialen Inszenierung der Schlacht zu bespielen. Eine 2 Meter hohe Leinwand wird dort U-förmig installiert, darauf soll ein Video mit Kampfszenen sowie eine Animation der Ereignisse des 26. August 1278 projiziert werden, der größten Ritterschlacht aller Zeiten. 

Was braucht es also, um eine solche Schlacht darzustellen? Vor allem Ritter und Pferde. Gemeinsam mit Roman Hansi, unserem Videokünstler, machte ich mich auf die Suche nach geeignetem Filmmaterial. Es gab zwar viele Aufnahmen, doch leider waren kämpfende Ritter in Rüstungen des 13. Jahrhunderts, noch dazu zu Pferde NICHT darunter. 

Eine Ausnahme…

Nun war guter Rat gefragt – denn auf das multimediale Schlachtenvideo wollten wir natürlich nicht verzichten. Unsere Ritter mussten daher digital entstehen!

Im Zuge der Recherche habe ich eine digitale Schlachtrekonstruktion des ungarischen Historikers Tamás Baltavári gefunden. Diese Idee inspirierte uns, einen ähnlichen Weg zu gehen. Doch haben wir das Konzept ausgebaut. Roman Hansi schuf eine Kombination aus digitaler Rekonstruktion und Realfilmszenen.

Unsere Ritter zu Pferde

Nachdem nun das Problem der Darstellung gelöst war, dachte ich erneut es wäre ein Leichtes, aus den vorhandenen Quellen ein Drehbuch der Schlacht zu erstellen. Zum zweiten Mal war ich über meine Naivität erstaunt.

Es stelle sich nämlich heraus, das die von mir verwendeten Quellen aus Österreich sich deutlich von denen aus Ungarn unterschieden. Es war mir natürlich klar, dass eine genau numerische Aufstellung der Truppengröße bei einem Ereignis von vor 750 Jahren nicht zu erwarten war. Dennoch überraschte es mich, dass in der österreichischen Literatur der ungarische Anteil meist unterschlagen während in ungarischen Quellen die Rolle Rudolf von Habsburgs auf ein Minimum reduziert wurde. Ich entschied mich für einen diplomatischen Mittelweg, der die verschiedenen Interpretationen berücksichtigte. 

Das Ergebnis ist ab 18. Mai 2019 in Schloss Jedenspeigen zu besichtigen.

Egy projekt, amelyben játszva alkotunk

Egy projekt, amelyben játszva alkotunk

A Cantat csapata egy felettébb izgalmas projekten dolgozik, amely révén megelevenednek az 1278-ban lezajlott morvamezei csata részletei. A feladatnak és a szerepvállalási lehetőségnek kiváltképp örültem, hiszen a történelemi eseményben döntő szerepet játszottak a középkori Magyarország csapatai is.

Figyelembe véve, hogy a megvalósításhoz rendelkezésemre állt egy filmes stáb, a vonatkozó korabeli források is hozzáférhetőek voltak, továbbá a témában jártas történészek lelkes együttműködésére is számíthattam, úgy tűnt, könnyű feladat előtt állok. Mint az csakhamar kiderült, óriásit tévedtem. 

A csataszoba

Az elképzelésünk alapján egy olyan csataszobát kívántunk kialakítani, amelyben egy 2 méter magas vetítővásznon kelhettek volna életre a régikor hősei. Szem előtt kellett tartanunk, hogy a második morvamezei csata keretében játszódott le a század legnagyobb lovagi hadviselésen alapuló küzdelme. Mire volt tehát szükségünk a csataszoba „megelevenítéséhez”? Jó sok lovon ülő lovagra. Nekiálltunk hát Hansi Romannal átböngészni a rendelkezésünkre álló filmes anyagokat.

Akkor még nem tudtam, hogy a filmekben szinte alig lehet lovagot lóháton látni. Olyan felvétel, amely többé-kevésbé korhűen ábrázol 13. századi lovagokat, méghozzá vágtázva ritkaság számba megy, s akkor még nem is beszéltünk a csatajelentekben előforduló lovagokról. A filmes szakma költségkímélő megoldásai révén megjelenített ló nélkül felvonuló lovagok a csata életre hívásában cseppet sem voltak segítségünkre, mivel Morvamezőnél minden bizonnyal a vitézek alatt mozgó paripák voltak.

Volt tehát egy felépített koncepciónk, de hiányoztak hozzá a szereplők. Két választási lehetőség elé kerültünk ekkor: vagy lemondunk a csatarekonstrukcióról, vagy keresünk egy alternatív megoldást a csata bemutatására. 

Már készülödnek Jedenspeigennél a lovagok
A csapat dolgozik

Természetesen nem adtuk fel, és egy csata-szimulátor felhasználásával próbáltuk digitálisan kialakítani előbb a csata helyszínét, majd a lovagokat. Hasonló megoldást alkalmaztak Baltavári Tamásék is, amikor létre hozták a második morvamezei csata rekonstrukciójukat. Mi egy kicsit még tovább mentünk… végül Roman által megalkotott digitális csatajelenetet vegyítettük filmes anyagokkal. 

Találtunk pár lovagot lóháton

Ezzel egy nagy lépéssel sikerült közelebb kerülni a projekt megvalósításához. Gondoltam, ettől kezdve gyerekjáték lesz minden, hiszen csak elolvassuk a történelmi forrásokat, majd elkészítjük a forgatókönyvet a videóanyaghoz, és végül mehet az egész a kiállítóterembe. De ismételten be kellett látnom, hogy cudarul tévedtem.

Csakhamar nyilvánvalóvá vált, hogy a korabeli osztrák és magyar források egymással ellentmondás információkat tartalmaznak: amíg az előbbiek csökkentették a magyarok számarányát és részvételét a küzdelemben, addig az utóbbiak Rudolf gyakorlati szerepét becsülték alá a végkimenetelben. Ezek mellett a katonák tényleges létszáma és a csata pontos lefolyása sem volt egyértelmű. Mihez lehet ilyen helyzetben kezdeni? A szakértők véleményét meghallgatuk és végül a mindkét fél által megemlített és egyező leírásokat fogadtuk el és használtuk fel a kiállításhoz. A végeredményt pedig 2019. május 18-án mindenki szabadon megtekintheti a csata egykori helyszínén. 

cantat rittert um die Goldene Jetti 2019

cantat rittert um die Goldene Jetti 2019

Die Goldene Jetti ist der Preis der Wiener Wirtschaftskammer für Innovationen im Tourismus. Wir wurden mit unserem Projekt „Haus der Könige“, das wir 2018 gemeinsam mit dem Palais Coburg umgesetzt haben, nominiert.

Jeden Tag kann man eine Stimme dazu im Onlinevoting abgeben – einfach auf „Haus der Könige – 15 Jahre Palais Coburg“ klicken.

Das Palais Coburg feierte in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen als Hotelresidenz. Nach langjährigen und aufwendigen Renovierungsarbeiten wurde 2003 das Palais für Gäste geöffnet. Rasch hatte es einen Namen als erste Adresse für Genuss und Kulinarik in der Stadt, doch die außergewöhnliche Geschichte des Hauses und seiner Bewohner war kaum bekannt.

Um dies zu ändern, wurde das Jubiläumsjahr unter das Motto „Haus der Könige“ gestellt und gemeinsam mit cantat nachgedacht, wie die Geschichte des Coburgs erzählt und erlebbar werden kann.
Am Anfang stand Spurensuche und Recherche, die Ergebnisse wurden in einem Buch veröffentlicht, das im April 2018 in den Prunkräumen des Palais vorgestellt wurde.

Darauf aufbauend entstand eine Ausstellung im Foyer und Untergeschoss des Hauses. Mehrere Tausend Besucher nahmen das Angebot an, die glanzvolle Vergangenheit des Palais zu erforschen – und im Zuge des Rahmenprogramms die vielfältigen Angebote des Coburgs heute zu genießen. Es gab Themenführungen, Weinverkostungen oder „Brunch bei Clementine“ in den Prunkräumen. Das Themenjahr gipfelte in der Silvestergala unter dem Jahresmotto „Haus der Könige“.

Der Preisträger der Goldenen Jetti wird zweistufig ermittelt, zum einen durch ein Onlinevoting, aus den Bestbewerteten kürt eine Fachjury dann den Preisträger.

Jeden Tag kann man eine Stimme dazu abgeben – einfach auf „Haus der Könige – 15 Jahre Palais Coburg“ klicken.

VIELEN DANK FÜR EURE HILFE!!!!!